Hier stelle ich einige Materialien vor, die ich zum Aquarellieren verwende oder empfehlenswert finde.

Gutes Material ist meiner Meinung nach ein wichtiger Ausgangspunkt. Mit minderwertigem Material lässt sich in der Regel kein gutes Ergebnis erzielen. Kaufen Sie auch als Anfänger gute Utensilien und stocken Sie zu professionellem Material auf, wenn Sie merken, dass Sie Spaß am Aquarellieren haben und dabei bleiben wollen.

Die Links führen zu Websiten, auf denen Sie die entsprechenden Produkte anschauen und wenn Sie mögen, auch gleich kaufen können. Sie dienen aber nur als Anregung. Vieles können Sie auch im lokalen Fachhandel erwerben. Ich kaufe zum Beispiel gern in Greifswald im Papierhaus Hartmann ein.

Pinsel

Pinsel für Aquarellmalerei

Es gibt Pinsel aus Naturhaar und synthetische Pinsel, wobei Naturhaarpinsel am hochwertigsten und dementsprechend am teuersten sind. Achten Sie beim Einkauf darauf, auf jeden Fall für Aquarell geeignete Pinsel zu erwerben. Nach dem Malen empfiehlt es sich, die Pinsel mit Pinselseife und kaltem Wasser auszuwaschen.

Ich verwende zum überwiegenden Teil Rundpinsel, für größere Flächen (z.B. Hintergründe) und rechteckige Formen (z.B. Häuser) lohnt sich außerdem die Anschaffung eines Flachpinsels.

Papier

Hahnemühle Papier, Mixed Media Universalblock, Britannia matt, Carnet de Voyage Aquarell, Carnet Aquarelle

Beim Aquarellpapier ist die Qualität sehr wichtig, um die typischen Aquarelltechniken, die die Verwendung von viel Wasser beinhalten, anwenden zu können. Kaufen Sie am besten säurefreies Papier mit einem Gewicht von mindestens 300g/m².

Die verschiedenen Papierarten unterscheiden sich des Weiteren hinsichtlich ihrer Oberflächenstruktur:

Ich verwende hauptsächlich die Blöcke „Britannia matt“ und „Carnet de voyage“ (welches ein sehr schönes panoramartiges Format hat und sich hervorragend für Plein-Air Arbeiten eignet) von Hahnemühle. Für Anfänger auch sehr empfehlenswert ist der „Mixed Media“ Universalblock von Hahnemühle, da man mit diesem auch gleich andere Maltechniken ausprobieren kann. Hier einige Bilder der unterschiedlichen Papieroberflächen und wie sie auf den Farbauftrag reagieren:Hahnemühle Britannia matt versus Hahnemühle Mixed-Media UniversalblockHahnemühle Britannia matt, Hahnemühle Mixed-Media Universalblock, Hahnemühle Carnet de Voyage

Hahnemühle Britannia matt - Farbbeispiel
Hahnemühle Britannia matt – Farbbeispiel
Hahnemühle Mixed Media Universalblock - Farbbeispiel
Hahnemühle Mixed Media – Farbbeispiel

FarbenAquarellfarben - Winsor & Newton Cotman, Schmincke Horadam, Schmincke Designers Gouache

Aquarellfarben - Winsor & Newton ProfessionalViele Farbhersteller bieten mindestens zwei unterschiedliche Qualitätsstufen an: Studienqualität und Künstlerqualität. Für den Einstieg reicht es, ein Set von zehn bis zwölf Grundfarben in Studienqualität zu kaufen, da die Künstlerfarben oft doppelt so teuer sind.

Es gibt beide Qualitätsstufen sowohl in Tuben als auch in Näpfen. Auf der Palette eingetrocknete Farben können durch Wasser immer wieder vermalbar gemacht werden.

Ich verwende Tuben- und Napffarben von

Gute Erfahrungen habe ich darüber hinaus mit den Tubenfarben von White Nights gemacht.

Grundfarben Set, Aquarell, Winsor & Newton, Schmincke Horadam, verschiedene HerstellerFür den Anfang reicht es, sich ein Set von elf bis zwölf Grundfarben zuzulegen. Am besten je eine warme und eine kalte Variante von Gelb, Rot, Grün, Blau, sowie einige Brauntöne. In der obigen Übersicht habe ich für Sie  Winsor&Newton Cotman  und Schmincke Horadam Grundtöne zusammengestellt, außerdem typische Farbbezeichnungen von anderen Herstellern, nach denen Sie Ausschau halten können, wenn Sie Ihr Set selbst gestalten wollen.

Weitere Materialien

weitere Materialien - Bleistifte und Radiergummis
Bleistifte und Radiergummis

Für erste Entwurfsskizzen und die Aufzeichnung Ihres Motivs benötigen Sie Zeichenutensilien, ich empfehle einen Bleistift Härtegrad F für Aufzeichnungen, die später nicht mehr sonderlich sichtbar sein sollen und einen weichen Bleistift (2B), wenn Sie eher leichte Farblasuren über eine sehr dominante Bleistiftzeichnung legen wollen. Dazu noch einen Radiergummi, einen Radierstift, der wie ein Bleistift angespitzt werden kann und einen Knetgummi, den Sie je nach Bedarf verformen können.

Naturschwamm für Aquarellmalerei

Ich empfehle Ihnen außerdem die Anschaffung eines kleinen Naturschwamms, den Sie vor dem Malen anfeuchten und dazu verwenden können, überschüssige Farbe oder Wasser aus Ihrem Pinsel zu streichen.

Als Palette für Ihre Tubenfarben können Sie einen einfachen weißen Dessertteller verwenden, auf die Sie jeweils einen kleinen Klecks der Farben rings um den Tellerrand aufbringen (siehe Bild).

Um zu testen, ob die auf der Palette angemischte Farbe wirklich dem Farbton entspricht, den Sie auf Ihrem Bild haben wollen oder zum Ausprobieren, wie zwei bestimmte Farben ineinanderlaufen, halten Sie am besten immer etwas „Schmierpapier“ bereit. Dafür reicht ein eher preisgünstiges Aquarellpapier, ich verwende zum Beispiel den Gerstaecker No. 3 Aquarellblock.

Weitere Materialien, die Sie benötigen, sind ein Wassergefäß und etwas Küchenrolle, um überschüssiges Wasser vom Papier aufzunehmen.